XML-Sitemap: Was sie leistet und was sie nicht garantiert
Direkte Antwort
Eine XML-Sitemap ist eine maschinenlesbare Liste von URLs, die Suchmaschinen kennen sollen, typischerweise die kanonischen URLs, die für die Suche vorgesehen sind. Sie unterstützt die Entdeckung, garantiert aber nichts: Das Einreichen ist nur ein Hinweis und garantiert weder Crawling noch Indexierung jeder URL.
Dokumentation
Wozu eine XML-Sitemap dient
Eine XML-Sitemap stellt Suchmaschinen eine strukturierte URL-Liste bereit und kann Erweiterungen für Bilder, Videos, News und lokalisierte Versionen enthalten. Besonders nützlich ist sie bei größeren, neuen, häufig veränderten oder schwach intern verlinkten Websites.
Eine Sitemap ergänzt crawlbare interne Links. Sie ersetzt keine verständliche Website-Architektur.
Welche URLs hineingehören
Listen Sie vollständig qualifizierte, absolute URLs auf, die in der Suche erscheinen sollen. Google empfiehlt, die kanonischen URLs anzugeben und nicht jede doppelte Variante.
Halten Sie die Sitemap mit dem Live-Stand synchron. URLs mit Redirect, Fehlerstatus, absichtlichem noindex oder nicht-kanonischem Status erzeugen widersprüchliche Signale und sollten geprüft werden.
Was das Einreichen nicht garantiert
Google bezeichnet das Einreichen einer Sitemap ausdrücklich als Hinweis. Es garantiert nicht, dass Google die Datei herunterlädt, jede URL crawlt, jede URL indexiert oder irgendeine URL rankt.
Eine Sitemap kann deshalb keine Indexierung erzwingen. Fehlt eine wichtige Seite in der Suche, prüfen Sie Crawling-Zugriff, HTTP-Status, noindex, Canonicalization, Inhalt und interne Auffindbarkeit statt die gleiche Sitemap ständig neu einzureichen.
Wichtige Limits und Felder
Eine einzelne Sitemap ist auf 50 MB unkomprimiert oder 50.000 URLs begrenzt. Größere Mengen müssen aufgeteilt werden; dafür kann ein Sitemap-Index verwendet werden.
Google ignoriert <priority> und <changefreq>. <lastmod> wird verwendet, wenn der Wert konsistent und überprüfbar korrekt ist und eine wesentliche Aktualisierung der Seite abbildet.
Sitemap-URLs sollten absolut und nicht relativ sein.
Veröffentlichen und prüfen
Erzeugen Sie die Sitemap möglichst aus derselben Datenquelle wie Ihre live verwendeten kanonischen URLs. Veröffentlichen Sie sie an einer sinnvollen Stelle, verweisen Sie bei Bedarf in robots.txt darauf und reichen Sie sie über die Search Console ein.
Überwachen Sie dort Abruf- und Verarbeitungsfehler, prüfen Sie wichtige URLs aber zusätzlich einzeln. Eine erfolgreich verarbeitete Sitemap ist kein Indexierungszertifikat.
Fragen & Antworten
Garantiert eine XML-Sitemap die Indexierung?
Nein. Google bezeichnet die Sitemap-Einreichung als Hinweis. Sie garantiert weder den Download der Sitemap noch das Crawling oder die Indexierung jeder enthaltenen URL.
Gehören Redirects und noindex-Seiten in die Sitemap?
Grundsätzlich sollten die kanonischen URLs enthalten sein, die in der Suche erscheinen sollen. Weiterleitungen, absichtlich noindex gesetzte Seiten, Fehler- und Duplikat-URLs sollten geprüft und meist entfernt werden.
Verwendet Google priority und changefreq?
Nein. Google gibt an, die Werte <priority> und <changefreq> zu ignorieren.
Wann ist lastmod nützlich?
Google kann <lastmod> verwenden, wenn der Wert zuverlässig korrekt ist und eine wesentliche Änderung an Inhalt, strukturierten Daten oder Links widerspiegelt.
Praxischeck
- Listen Sie absolute kanonische URLs auf, die für die Suche vorgesehen sind.
- Entfernen Sie Redirect-, Fehler-, noindex- und nicht-kanonische URLs aus dem bevorzugten Sitemap-Set.
- Teilen Sie Dateien über 50.000 URLs oder 50 MB unkomprimiert auf.
- Verwenden Sie korrekte
<lastmod>-Werte und verlassen Sie sich bei Google nicht auf<priority>oder<changefreq>. - Reichen Sie die Sitemap ein und überwachen Sie sie, ohne Indexierung als garantiert anzusehen.